
Anfang Februar fand im Schießstand auf Pohlmanns Hof das jährliche Schießen um den Königin-Helga-Pokal statt. Bei diesem Wettbewerb treten die Gruppen mit jeweils sechs Schützinnen bzw. Schützen gegeneinander an, um zum einen den 1961 von Königin Helga Strenger gestifteten Wanderpokal zu gewinnen, aber auch die mit den ersten acht Platzierungen verbundenen Wertmarken für das kommende Schützenfest im August. Traditionell sind bei diesem Wettbewerb Gruppen im Vorteil, die regelmäßig mit dem Kleinkalibergewehr trainieren: Es werden keine Wertungsschüsse gelost, jeder Treffer zählt mit Dezimalstelle für das Mannschaftsergebnis. Schon oft gab es bei diesem Wettbewerb die „üblichen Verdächtigen“ oder gar Seriensieger als Gewinner…
Dies sollte in diesem Jahr nicht der Fall sein: Mit Gruppe Lennart Bänisch konnte sich ein neuer Name auf dem Wanderpokal verewigen. Lennart Bänisch (49,1 Ringe), Leon Kofortschröder (47,6 Ringe), Niklas Merschmann (47,0 Ringe), Paul Dreier (46,4 Ringe), Marvin Baum (46,1 Ringe) und Marc-Andre Harre (43,9 Ringe) lieferten für ihre Gruppe das beste Gesamtergebnis (280,1 Ringe) ab und sicherten sich somit den Sieg des Wettbewerbs in diesem Jahr. 100 Wertmarken gab es ebenfalls als Gewinn für diese Leistung.
Den zweiten Platz sicherte sich Gruppe Heißmann mit 276,8 Ringen vor Gruppe Holger Rickfelder (273,3 Ringe). Für diese beiden Podiumsplätze gab es 70 bzw. 50 Wertmarken. Auf dem vierten Platz folgte Gruppe Ludger Eickholz mit 271,1 Ringen (30 Wertmarken) und den fünften Rang belegte Gruppe Clara-Recker mit 268,9 Ringen (20 Wertmarken). Knapp dahinter, mit 268,5 Ringen, folgte Gruppe Bombeck (20 Wertmarken) auf Platz sechs und Gruppe Holste mit 266,8 Ringen und ebenfalls 20 Wertmarken auf Rang sieben. Auch für den achten Platz und somit letzten Platz mit Gewinnausschüttung gab es 20 Wertmarken. Diesen sicherte sich Gruppe Reinhild Sommer mit 265,1 Ringen. Nur 0,3 Ringe weniger hatte Gruppe Nordrheda als Mannschaftsergebnis vorzuweisen, aber mit 264,8 Ringen war der Vorjahressieger die Gruppe, die knapp die Wertmarkenausschüttung verpasste.
Im Idealfall würde jetzt noch eine weitere Gruppe genannt werden, um die Top 10 in schriftlicher Form benannt zu haben, aber in diesem Jahr gab es tatsächlich nur neun Schützengruppen, die sich dem Wettbewerb stellten. Das sind sieben Gruppen weniger als noch im Vorjahr. Hier wird wohl etwas Aufarbeitung betrieben werden müssen, wie man diesen traditionsreichen Wettbewerb attraktiv halten kann. In erster Linie müssen natürlich die Gruppen Interesse zeigen, Mannschaften für diesen Wettbewerb zu stellen. Es wäre zu wünschen, dass dieser Gruppenwettbewerb wieder mehr Anklang findet!
Bei den Einzelergebnissen konnte sich in diesem Jahr Hannah Moselage an die Spitze setzen. Mit 50,8 Ringen lieferte sie die beste Leistung für ihr Team ab. Platz zwei ging mit 49,5 Ringen an Lina Moselage, vor Lennart Bänisch mit 49,1 Ringen.
Die Siegerehrung führten Schießmeister Bastian Schönknecht und Oberst Reinhard Bänisch gemeinsam mit dem Königspaar Markus II. und Romy I. Heißmann durch. Die offizielle Übergabe des Pokals findet – traditionell als letzte Amtshandlung der dann scheidenden Königin – am Schützenfestsamstag im August statt. Dann werden auch die Wertmarken an die platzierten Gruppen verteilt.
Platzierungen:
- Gruppe Lennart Bänisch (280,1 Ringe)
- Gruppe Heißmann (276,8 Ringe)
- Gruppe Holger Rickfelder (273,3 Ringe)
- Gruppe Ludger Eickholz (271,1 Ringe)
- Gruppe Clara-Recker (268,9 Ringe)
- Gruppe Bombeck (268,5 Ringe)
- Gruppe Holste (266,8 Ringe)
- Gruppe Reinhild Sommer (265,1 Ringe)
- Gruppe Nordrheda (264,8 Ringe)