von 1921 bis 1923

1921 – Beginn der Ära Bühlmeyer

Am 24. Juli 1921 trat Gutsbesitzer Clemens Bühlmeyer das Amt des Vorsitzenden an. Gleichzeitig erfolgte seine Ernennung zum Major und am 14.12.1924 zum Oberst. In der schon kurz darauf folgenden Generalversammlung am 4. August 1921 ließ Clemens Bühlmeyer nicht nur den Vorstand, sondern auch das gesamte Offizierscorps neu wählen. Neben Clemens Bühlmeier gehörten jetzt dem Vorstand an: Hermann Brand (stellvertretender Vorsitzender) – er wurde am 12.6.1927 durch August Singenstroth abgelöst – ferner Karl Wagemann (Schriftführer), Gerhard Ellermann (Kassierer), Bernhard Kisse (stellvertretender Kassierer). Beisitzer waren: Otto Brockmann, Stefan Kappel, Willi Brandt, Major H. Brandt, Konrad Peterburs, Johannes Timmerkamp, Bernhard Kisse, Konrad Verhoff, Konrad Busch, Konrad Hauerstmann, Heinrich Buschmaas, Heinrich Dickmann, Hermann Westfechtel, Konrad Mersch, Ernst Pohlman und Heinrich Kisse.

bühlmeyer

Neue Ideen sorgten für frischen Schwung

Mit zahlreichen neuen Ideen brachte Clemens Bühlmeyer frischen Schwung in den Schützenverein der Landgemeinde Rheda. Beschlossen wurde z.B. das Schützenfest zukünftig an zwei Tagen zu feiern und dass sich der König wieder eine Königin erwählen konnte. Außerdem stiftete Clemens Bühlmeyer eine Königskette, die von der Familie Hunewinkel durch einen silbernen Vogel ergänzt wurde. Diese traditionsreiche Kette wird noch heute von König zu König weitergegeben. Um zu verhindern, dass nach dem Königsschießen der erfolgreiche Kandidat die Königswürde ohne dringend Grund ablehnte, wurde festgelegt, von dem Betreffenden 50 Mark Geldbuße zu erheben, falls er ein solches Ansinnen hegte.

1922 – Vom Beschluss bis zur Realisierung eines eigenen Schießstandes
vergingen 16 Jahre

In den Anfangsjahren wurde ausschließlich um die Königswürde geschossen. Dieser Wettbewerb wurde Samstags meistens in einer dem Festplatz nahen Rundkuhle ausgetragen. 1922 führte man auch ein Preisschießen ein. Es begann etwa drei Wochen vor dem Schützenfest und endete mit einem Stechen am Schützensonntag. Der Bau des ersten festen Scheibenschießstandes wurde noch am 7. Juli des gleichen Jahres beschlossen, und man veranschlagte dafür 3000 Mark Baukosten. Zur Realisierung des Vorhabens kam es jedoch erst 1938. Für das Schießen zeichnete jahrelang Christian Vogt verantwortlich. Die Büchsen und Munition für das Preisschießen beschaffte August Beermann. Zur ersten Schießkommission gehörten neben August Beermann noch Otto Brockmann, Johannes Berlage, Franz Herlage, Karl Hermes und Heinrich Sielhorst.

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Vereinseigenes Trommler-Corps

Ebenfalls 1922 entstand unter der Leitung von Tambour-Major Heinrich Poppenborg ein Trommler-Corps. Die Instrumente wurden vom Vorstand und vom Offizierscorps gestiftet. Die ersten Mitglieder des Trommler-Corps waren die Schützen Brandt, Beckstette, Knegeler, Spiekermeier, Mahnefeld, Oehle und Düpmann.

1923 – Die Bauernschützen protestieren

Von den schrecklichen Ereignissen der Ruhrbesetzung durch die Franzosen war man auch in Rheda zutiefst betroffen. In dieser Situation wollte man 1923 kein Schützenfest feiern. Die Schützen drückten damit ihre Solidarität mit den Einwohnern des Ruhrgebietes und ihren Protest gegen den Einmarsch der Franzosen aus.

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